Tach auch!
Bei unserer letzten Live-Reaction haben wir ein amerikanisches Gericht entdeckt, das Salisbury Steak hieß. Wir haben aber direkt im Chat festgestellt: Freunde, das ist im Grunde genommen einfach nur eine Frikadelle mit Jägersoße! Und wisst ihr was? Das ist eine richtig geile Sache, die viel zu selten auf den Grill kommt. Deswegen machen wir heute unsere Version: die perfekte Frikadelle mit einer schlotzigen Jägersoße – so richtiges Comfort Food.
Das Beste an diesem Gericht ist die Einfachheit und die intensiven Aromen. Wir zeigen euch heute meine Geheimtipps, wie die Frikadelle super saftig wird und die Jägersoße genau die richtige Konsistenz bekommt. Das ist ein echtes „One-Pot“-Gericht, denn fast alles passiert nacheinander in einer gusseisernen Pfanne – weniger Abwasch, mehr Geschmack!
Also, ob ihr es nun Salisbury Steak oder Jägerfrikadelle nennt, das ist uns egal. Wir nennen es einfach nur richtig geil!
Wusstest du eigentlich…?
… dass die Zugabe von Senf und eingeweichtem Brötchen nicht nur für die Textur wichtig ist, sondern auch für den Geschmack? Senf dient nicht nur als Gewürz, sondern auch als Emulgator, der das Fett im Hackfleisch besser bindet. Dadurch wird die Frikadelle beim Braten saftiger. Und das in Milch eingeweichte, alte Brötchen („Semmel“, wie man in manchen Regionen sagt) sorgt dafür, dass die Frikadelle luftig bleibt und nicht zu fest wird. Das ist der Trick der klassischen deutschen Küche, um eine lockere Konsistenz zu garantieren!
Der One-Pot-Hack: Frikadelle braten, Soße schmoren
Komm, wir legen los! Für dieses Gericht brauchen wir nur eine Gusspfanne und einen Grill mit Seitenbrenner (oder eine Kochstelle).
1. Der Frikadellen-Mix
Für unsere saftige Frikadelle verwenden wir 1 kg Hackfleisch halb und halb.
- Zwiebel und Knoblauch: Wir starten damit, die fein geschnittene rote Zwiebel und den Knoblauch in etwas Butter/Öl anzuschwitzen. Wichtig: Diese müssen abgekühlt sein, bevor sie zum Hackfleisch kommen.
- Mischen und Würzen: Zum Hackfleisch geben wir das in Milch eingeweichte und ausgedrückte Brötchen sowie ein Ei. Jetzt kommt mein Gewürz-Verhältnis:
- Salz: 3 TL
- Pfeffer: 1,5 TL
- Paprika Edelsüß: 3/4 TL
- Senf: 3 TL (einfacher gelber Senf reicht)
- Alles kräftig vermischen und gut durchkneten. Profi-Tipp: Wer sich beim Salz unsicher ist, kann jetzt eine Mini-Frikadelle braten und probieren – ein toller Trick, um die Würze abzustimmen!
- Braten: Wir formen die Frikadellen und braten sie in einem Butter-Öl-Mix (damit es schön knusprig wird) in der Gusspfanne scharf an, bis sie eine schöne Kruste haben.
2. Die Jägersoße Deluxe
Die Soße machen wir direkt im Bratensatz der Frikadellen – so nehmen wir alle Röstaromen mit!
Fertigschmoren: Die angebratenen Frikadellen geben wir zurück in die Jägersoße und lassen sie bei geringer Hitze noch etwas ziehen, damit sie den Geschmack der Soße aufnehmen und innen super saftig werden.
Basis anbraten: Wir nehmen die Frikadellen aus der Pfanne (das überschüssige Fett gießen wir vorher ab) und geben in den Bratensatz Zwiebeln (in halben Ringen), Knoblauch und Schinkenwürfel. Alles gut anschwitzen.
Champignons und Binden: Dann kommen die in Scheiben geschnittenen Champignons hinzu. Nach kurzem Anbraten bestäuben wir alles mit etwas Mehl – das bindet die Soße später. Weiter anbraten, bis das Mehl sich mit dem Fett vermischt hat.
Ablöschen: Mit Rinderbrühe ablöschen und aufkochen lassen. Durch das Mehl bekommt die Soße sofort eine tolle Bindung. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Fazit
Egal ob Salisbury Steak oder die klassische Jägerfrikadelle – dieses Gericht ist einfach herzhaft und mega lecker. Die Frikadellen sind durch die Mischeinlage saftig und gut gewürzt, und die Jägersoße mit Champignons und Speck ist einfach perfekt schlotzig. Das ist Hausmannskost vom Feinsten und ein Muss für jeden, der es rustikal mag!
👉 Schöne Grüße und immer schön reinballern. Stephi & David.
1 kg Hackfleisch (halb und halb) 3 TL Salz 1,5 TL Pfeffer 3/4 TL Paprikapulver edelsüß 1 in Milch aufgeweichtes Brötchen 1 Ei 3 TL Senf 1 rote Zwiebel (klein geschnitten und angeschwitzt) 1 Knoblauchzehe (klein geschnitten und mit der Zwiebel angeschwitzt) 1 rote Zwiebel (in Ringen für die Soße) 1-1,5 Knoblauchzehen (gehackt für die Soße) 1/2 Packung Champignons (in Scheiben) 50 g Schinkenwürfel 1 EL Mehl 400 ml Rinderbrühe Öl/Butter zum Braten Frikadellen: Angeschwitzte Zwiebel/Knoblauch abkühlen lassen. Alle Frikadellen-Zutaten (Hack, Gewürze, Ei, Senf, Brötchen, Zwiebel-Mix) vermischen und Frikadellen formen. In einer Gusspfanne in Öl/Butter scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen und warmstellen. Jägersoße: Zwiebelringe, Knoblauch und Schinkenwürfel in den Bratensatz der Pfanne geben und anschwitzen. Champignons hinzufügen und kurz mitbraten. Mit Mehl bestäuben, kurz verrühren und mit Rinderbrühe ablöschen. Aufkochen lassen und mit Salz/Pfeffer abschmecken. Die Frikadellen in die Soße legen und ca. 5-10 Minuten ziehen lassen.
Zutaten
Anleitung
