Tach auch!
Heute machen wir mal wieder einen Hähnchen-Klassiker, aber mit einem ganz besonderen Trick, den unsere Omas und Opas schon kannten: Wir behandeln das Geflügel vorher mit einer Brine! Hähnchen vom Drehspieß ist ja sowieso schon eine geile Sache, weil es durch die Rotation gleichmäßig gart und die Haut knusprig wird. Aber das Einlegen in eine Salzlake – oder neudeutsch: Brine – holt das Fleisch auf ein ganz neues Level.
Die Idee für die Brine ist eigentlich mega einfach, aber chemisch gesehen total schlau. Durch die Lösung aus Wasser, Salz und Zucker wird die Flüssigkeit ins Fleisch gezogen. Dadurch bleibt das Hähnchen beim Garen viel saftiger, bekommt einen besseren Geschmack und das Ergebnis wird einfach zarter. Das ist quasi die Wunderwaffe gegen trockenes Hähnchenbrustfleisch.
Ich wollte das unbedingt mal selbst ausprobieren, um euch zu sagen: Funktioniert das wirklich? Und wir wollten natürlich nicht irgendeine Brine machen, sondern haben uns für eine würzige Variante entschieden. Wir nehmen hier von Don Marcos das Brine O‘ Magic Geflügelgewürz und später für die Würze von außen das Pig Wing Rub – das hat so einen geilen Bacon-Geschmack, der perfekt zum Hähnchen passt.
Wir haben heute zwei Maishähnchen am Start. Die haben wir in einen Gefrierbeutel gepackt, die Brine-Flüssigkeit dazu gegossen und dann ging es für sechs Stunden in den Kühlschrank. Das ist das Minimum, aber das lohnt sich. Das einzige Chaos heute: Einer der Gefrierbeutel hatte ein kleines Loch! Da musste ich schnell sein, um die Flüssigkeit aufzufangen – aber das gehört dazu, wenn man draußen am Grill rumwerkeln!
Wusstest du eigentlich…?
Das Wort „Brine“ leitet sich vom englischen Begriff für Salzlake ab. Die Methode ist aber uralt und wurde schon vor Jahrhunderten genutzt, um Fleisch haltbar zu machen (Pökeln). Der Clou dabei: Durch die Osmose wandert die Salzlake in die Zellen des Fleisches. Das Salz sorgt dafür, dass die Proteine den Wassergehalt besser halten können. Dadurch verliert das Geflügel beim Grillen weniger Flüssigkeit – und genau das macht es nachher so unglaublich saftig und zart!
Saftiges Chaos Hähnchen vom Drehspieß
Nach sechs Stunden in der Brine haben wir die Hähnchen aus der Lake geholt. Wichtig: Nach dem Brinen das Fleisch ordentlich trocken tupfen! Wir haben hier extra das „kostbare“ Küchenpapier benutzt, damit die Haut nachher auch wirklich knusprig wird. Zu viel Feuchtigkeit an der Haut verhindert die Knusprigkeit.
Die getrockneten Hähnchen haben wir dann mit dem Pig Wing Rub von Don Marcos eingerieben – das ist mein Lieblings-Rub für Geflügel, weil es diesen leicht rauchigen, genialen Bacon-Geschmack mitbringt.
Dann ging es an die Rotisserie. Die Hähnchen wurden auf den Drehspieß gesteckt, fixiert und in unseren Gasgrill gehängt. Wir haben einen indirekten Bereich geschaffen, indem wir die äußeren Brenner auf kleiner Flamme laufen ließen. Darunter haben wir eine Aluschale platziert, um heruntertropfendes Fett aufzufangen und die Brenner zu schützen.
Wir haben uns für eine Garraumtemperatur von 160–180 °C entschieden. Die Rotation sorgte dafür, dass die Hähnchen gleichmäßig Farbe bekommen und garen. Nach der ersten Stunde haben wir uns gedacht, dass wir eine Beilage brauchen, und haben die Drillinge (kleine Kartoffeln), gewürzt mit etwas Öl und Rub, einfach mit in die Fettauffangschale gelegt. Die konnten dann im Hähnchenfett und der indirekten Hitze schön vor sich hin garen.
Gegen Ende der Garzeit (nach ca. 90 Minuten) haben wir die Kartoffeln von der direkten Flamme genommen, und ich habe die Brenner hochgedreht, um die Haut final zu knuspern. Wir haben das Hähnchen rausgenommen, als es eine Kerntemperatur von ca. 80 °C hatte.
Das Ergebnis war der Hammer: Die Haut war schön kross, das Fleisch – selbst die Brust – war mega saftig. Der dezente Bacon-Geschmack vom Rub und die Zartheit durch das Brinen waren einfach perfekt.
Fazit
Gebrinte Hähnchen vom Drehspieß sind der beste Beweis, dass alte Tricks die besten Ergebnisse liefern. Die Brine ist ein einfacher Schritt mit maximaler Wirkung: saftig, zart und voller Geschmack. Dieses „Chaos Hähnchen“ ist für uns ein Volltreffer und wird definitiv öfter auf dem Spieß landen. Die Kombination aus Salzlake und dem Pig Wing Rub ist unschlagbar. Probiert es aus, ihr werdet es nicht bereuen!
👉 Schöne Grüße und immer schön reinballern. Stephi & David.
2 ganze Maishähnchen (1,2 kg) 2 Liter Wasser 120 g Salz 100 g Zucker 4 EL Brine O' Magic Geflügelgewürz (Don Marcos) 4 EL Pig Wing Rub (Don Marcos) 1 kg Drillinge (kleine Kartoffeln, als Beilage) Öl (für die Kartoffeln) Brine vorbereiten (6 Stunden vorher): Wasser, Salz und Zucker in einem Topf erhitzen, bis sich alles aufgelöst hat. Brine O' Magic Geflügelgewürz einrühren. Die Flüssigkeit vollständig abkühlen lassen. Hähnchen einlegen: Die Hähnchen in den Gefrierbeutel legen, mit der abgekühlten Brine übergießen. Den Beutel verschließen und die Hähnchen für 6 Stunden im Kühlschrank einlegen. Vorbereitung Grilltag: Die Hähnchen aus der Brine nehmen und sehr gut trocken tupfen. Die gesamte Oberfläche mit Pig Wing Rub einreiben. Hähnchen aufspießen: Die Hähnchen auf den Drehspieß stecken und fixieren. Eine Aluschale auf den Rost legen (Fettauffang). Garen (Indirekt): Den Gasgrill auf ca. 160–180 °C (indirekte Hitze) vorheizen. Den Drehspieß starten. Kartoffeln hinzufügen: Nach ca. 60 Minuten die halbierten Drillinge (mit Öl und etwas Rub gewürzt) in die Aluschale unter die Hähnchen legen. Finish: Sobald die Kerntemperatur ca. 75 °C erreicht, die Brenner auf volle Flamme stellen (ca. 5–10 Minuten) für eine krosse Haut. Darauf achten, dass die Kartoffeln nicht verbrennen. Servieren: Das Hähnchen bei ca. 80 °C Kerntemperatur (in der Brust gemessen) vom Grill nehmen, kurz ruhen lassen und servieren.
Zutaten
Anleitung

