Tach auch!
Schön, dass ihr wieder am Start seid. Wer Biggernok’s BBQ kennt, der weiß: Bei mir gibt’s kein Schickimicki und keine abgehobene Sterneküche. Mein Ziel ist es, euch Rezepte zu zeigen, die jeder von euch ohne Probleme nachmachen kann – ehrlich, bodenständig und verdammt lecker. Und genau so ein Ding haben wir heute für euch, denn ich habe mir tatkräftige Unterstützung an den Grill geholt. Wer könnte besser zeigen, wie man die perfekten Buletten zaubert, als die eigene Mutter? Deshalb machen wir heute gemeinsam das legendäre Mamas Frikadellen Rezept.
Der Anlass für dieses Video ist eigentlich eine kleine Baustelle bei uns zu Hause. Wir renovieren gerade unser Badezimmer, und das bedeutet: Ausnahmezustand! Wenn man kein funktionierendes Bad hat, muss man kreativ werden. Also sind wir kurzerhand bei meiner Mutter zum Duschen eingekehrt. Und wie das bei Müttern so ist, wird man dort nicht nur sauber, sondern auch bestens verpflegt. Mein Sohn hat das System sogar noch perfektioniert: Der hat direkt beschlossen, für die zwei Wochen der Renovierung komplett bei Oma einzuziehen. Er wird dort nach Strich und Faden verwöhnt, während wir uns durch den Baustellendreck kämpfen.
An einem dieser Tage kam ich also frisch geduscht aus dem Bad, und dieser herrliche Duft wehte mir entgegen. Mama hatte gerade eine Ladung ihrer Frikadellen fertig. Ich habe reingebissen und es war sofort um mich geschehen. Diese Mischung aus Saftigkeit, der richtigen Würze und dieser ganz speziellen Note – das war pure Nostalgie und genau die Art von einfachem Essen, die ich liebe. Ich habe direkt gesagt: „Mama, das müssen wir filmen! Die Leute da draußen brauchen dieses Rezept.“ Es ist das perfekte Beispiel für echtes Grillfutter für jedermann. Ich habe sie dann davon überzeugt, mit mir vor die Kamera zu treten, und heute zeigen wir euch Schritt für Schritt, wie ihr dieses Mamas Frikadellen Rezept ganz einfach nachkochen könnt. Also, Schürze um, wir legen los!
Wusstest du eigentlich…?
Vegeta ist im Balkanraum, besonders in Kroatien, das absolute Allzweckmittel in der Küche. Es handelt sich um eine Gewürzmischung aus Speisesalz, getrocknetem Gemüse und verschiedenen Kräutern. In vielen kroatischen Haushalten – so wie bei David’s Mutter – ersetzt es oft das klassische Nachsalzen und gibt den Gerichten eine ganz eigene, herzhafte Umami-Note. Ohne Vegeta wäre ein echtes kroatisches Rezept für viele einfach nicht komplett!
So zaubern wir die saftigen Fleischpflanzerl
Wenn wir über das Mamas Frikadellen Rezept sprechen, dann fängt alles bei den Basics an. Wir haben uns heute für eine ordentliche Menge entschieden: 2 Kilogramm Hackfleisch, halb Rind, halb Schwein. Warum so viel? Ganz einfach, weil wir wissen, dass am Ende des Tages sowieso jeder zugreift und man von diesen Dingern nie genug haben kann. Sie schmecken kalt am nächsten Tag auf einem Brötchen mit Senf fast noch besser!
Der erste wichtige Schritt sind die Brötchen. Vergesst Paniermehl, wenn ihr die echte Fluffigkeit wollt. Wir nehmen zwei bis drei alte Brötchen vom Vortag. Die werden in lauwarmem Wasser eingeweicht. Ein kleiner Trick von Mama: Wir stellen eine zweite Schüssel oben drauf, damit die Brötchen komplett unter Wasser gedrückt werden und sich richtig voll saugen können. Während die Brötchen baden, kümmern wir uns um die Zwiebeln. Viele werfen die Zwiebeln einfach roh in das Hackfleisch. Das kann man machen, aber wenn ihr das volle Aroma wollt, dann macht es wie Mama: Die fein gewürfelten Zwiebeln werden vorher in der Pfanne glasig angedünstet. Das nimmt ihnen die Schärfe und macht sie im Fleisch viel bekömmlicher und süßlicher.
Sobald die Zwiebeln abgekühlt sind, geht es an das Mischen. Die Brötchen müssen jetzt richtig gut ausgedrückt werden. Da darf kaum noch Wasser drin sein, sonst wird die Masse zu matschig. Dann kommt alles zusammen in eine große Schüssel: Das Hackfleisch, die ausgedrückten Brötchen, die angedünsteten Zwiebeln und natürlich die Eier, damit alles gut bindet. Bei der Würze machen wir keine Gefangenen. Neben Salz, Pfeffer und Paprika kommen die zwei „Geheimwaffen“ zum Einsatz: Ein ordentlicher Klecks Senf und – ganz wichtig für den Geschmack – ein paar Spritzer Maggi und die gehäuften Löffel Vegeta.
Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und kneten! Die Masse muss richtig gut durchgearbeitet werden, bis sich alles gleichmäßig verteilt hat. Wir machen dann immer den „Roh-Test“. Ein kleines Stückchen probieren, um zu schauen, ob das Salz passt. Mama und ich sind uns einig: Das schmeckt jetzt schon fantastisch. Zum Braten nutzen wir eine gusseiserne Pfanne auf dem Seitenbrenner des Grills. Wir verwenden eine Mischung aus Öl und Margarine. Die Margarine sorgt für eine schöne Bräunung und diesen typischen Buttergeschmack, während das Öl die Hitze verträgt.
Beim Formen der Frikadellen solltet ihr darauf achten, dass sie schön gleichmäßig sind, damit sie zur selben Zeit fertig werden. Wir legen sie in das heiße Fett und lassen sie von beiden Seiten ordentlich Farbe annehmen. Der Geruch, der dabei aufsteigt, ist einfach unbeschreiblich. Wenn sie fertig sind, nehmen wir sie raus und lassen sie kurz ruhen. Das Ergebnis ist genau so, wie ich es in Erinnerung hatte: Außen eine schöne Kruste, innen absolut saftig und weich durch die Brötchen. Es braucht keine fancy Beilagen, einfach pur oder mit einem Klecks Senf genießen. Das ist echtes Soulfood!
Fazit
Dieses Rezept zeigt mal wieder, dass die einfachsten Dinge oft die besten sind. Mit ein paar kleinen Kniffen, wie dem Voranbraten der Zwiebeln oder der Verwendung von eingeweichten Brötchen, bekommt man ein Ergebnis, das jedes Fertigprodukt meilenweit schlägt. Es ist das perfekte Essen für die ganze Familie und bringt ein Stück Geborgenheit auf den Teller. Probiert es unbedingt aus und lasst euch von Mamas Kochkunst begeistern!
👉 Schöne Grüße und immer schön reinballern. Stephi & David.
2 kg Hackfleisch (halb und halb) 2-3 alte Brötchen 3 Eier 2 gestrichene TL Salz 1 TL Pfeffer 2 gestrichene TL Paprika 2 gehäufte TL Vegeta 2 EL Senf 2 TL Maggi 2 Zwiebeln Öl und Margarine zum Braten Die alten Brötchen in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser für ca. 10 Minuten einweichen. Mit einer zweiten Schüssel beschweren, damit sie untergetaucht bleiben. Die Zwiebeln fein würfeln und in einer Pfanne mit etwas Fett glasig anbraten. Anschließend kurz abkühlen lassen. Die eingeweichten Brötchen aus dem Wasser nehmen und sehr kräftig ausdrücken, bis kaum noch Flüssigkeit austritt. Das Hackfleisch in eine große Schüssel geben. Die ausgedrückten Brötchen, die angedünsteten Zwiebeln und die 3 Eier hinzufügen. Die Gewürze (Salz, Pfeffer, Paprika, Vegeta) sowie Senf und Maggi dazugeben. Alles mit den Händen (oder Handschuhen) gründlich zu einer homogenen Masse verkneten. Aus der Masse gleichmäßig große, leicht flache Frikadellen formen. In einer Pfanne eine Mischung aus Öl und Margarine erhitzen. Die Frikadellen bei mittlerer bis hoher Hitze von beiden Seiten goldbraun und durchbraten. Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und servieren.
Zutaten
Anleitung

