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Rauchige Erbsensuppe vom Pelletgrill – Der ultimative Winter-Eintopf

von David

Tach auch!

Wenn draußen das Wetter so richtig ungemütlich wird – wir reden hier von diesem fiesen Mix aus Schneeregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt – dann gibt es eigentlich nur eine logische Antwort aus der Küche: einen ordentlichen Eintopf. Und was passt da besser als eine rauchige Erbsensuppe? Wir lieben dieses Gericht einfach, weil es Seele und Magen gleichermaßen wärmt. Aber wir wollten heute nicht einfach nur irgendeine Suppe kochen. Die Inspiration kam von einem guten Kumpel, dem Tim. Der hat uns mal eine Erbsensuppe im Dutch Oven über dem offenen Feuer serviert, die so einen genialen Rauchgeschmack hatte, dass wir sie bis heute nicht vergessen haben.

Da wir aber heute bei null Grad ehrlich gesagt keine Lust hatten, stundenlang am offenen Feuer zu stehen und Holz nachzulegen, kam der Pelletgrill ins Spiel. Unser Ziel war klar: Wir wollen diesen tiefen, rustikalen Geschmack einer echten Erbsensuppe einfangen, aber mit dem Komfort moderner Technik. Wer sagt denn, dass man im Winter nicht grillen kann? Mit der richtigen Klamotte – wir hatten heute unsere gemütlichen Sachen von JP 1880 an – ist das überhaupt kein Problem. Es gibt doch nichts Schöneres, als im Garten zu stehen, während der Smoker leise vor sich hin arbeitet und dieser herrliche Duft von Speck und Majoran durch die Luft zieht.

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Eine rauchige Erbsensuppe ist für uns das Inbegriff von „Soulfood“. Es ist ein ehrliches Gericht. Man braucht keine komplizierten Techniken oder abgehobene Zutaten. Es geht um Zeit, gute Produkte und die richtige Temperatur. Wir haben uns heute bewusst für eine Mischung aus ungeschälten und geschälten Erbsen entschieden, um die perfekte Balance zwischen Textur und Sämigkeit zu finden. Wenn man dann noch den richtigen Rauchanteil vom Pelletgrill dazubekommt, spielt das Ganze in einer ganz eigenen Liga. Also, schnappt euch eine warme Jacke, wir zeigen euch, wie wir diesen Klassiker heute auf ein neues Level gehoben haben. Es ist Zeit, den Grill anzuwerfen und dem Winter die kalte Schulter zu zeigen!

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Wusstest du eigentlich…?

Dass Erbsen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit gehören? Schon vor Jahrtausenden wurden sie geschätzt, weil sie getrocknet extrem lange haltbar sind. Der Trick mit den zwei verschiedenen Erbsensorten in einem Topf ist übrigens ein echtes Geheimnis für die Konsistenz: Während die geschälten Erbsen fast komplett verkochen und für die Bindung (die Sämigkeit) sorgen, behalten die ungeschälten Erbsen auch nach Stunden noch ihren Biss und ihre Struktur. So bekommt man einen Eintopf, der fast schon die Konsistenz eines Pürees hat, aber trotzdem noch richtig was zum Kauen bietet.


So wird die Erbsensuppe im Pelletgrill richtig rustikal

Die Zubereitung einer echten rauchigen Erbsensuppe beginnt eigentlich schon mit dem richtigen Mindset. Man darf es nicht eilig haben. Zuerst haben wir uns den Bauchspeck vorgenommen. Ein schönes Stück, ordentlich durchwachsen, das wir in gleichmäßige Würfel geschnitten haben. Der Speck ist der Geschmacksträger Nummer eins und liefert das Fundament für alles, was danach kommt. Den haben wir auf dem Seitenkochfeld unseres Grills im gusseisernen Topf ausgelassen, bis er leicht Farbe bekommen hat. Das Suppengemüse – also Lauch, Karotten, Sellerie und Petersilie – kam direkt hinterher. Alles schön anschwitzen, damit sich die Aromen entfalten können.

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Danach ging es an die Würze. Wir halten es hier klassisch: weißer Pfeffer, Salz und eine ordentliche Portion Majoran. Majoran ist für eine Erbsensuppe absolut unverzichtbar, dieser krautige, fast schon herbe Geschmack gehört einfach dazu. Dann kam das Wasser und die Hauptdarsteller: die Erbsen. Wir haben sie nicht vorher eingeweicht, was bedeutet, dass sie ihre Zeit brauchen. Aber genau diese Zeit nutzen wir aus, um den Rauchgeschmack in die Suppe zu bekommen. Wir haben den Smoker auf etwa 140 bis 150 °C eingeregelt.

Hier kommt ein wichtiger Tipp aus unserer heutigen Erfahrung: Wir haben den Topf zuerst ohne Deckel in den Pelletgrill gestellt. Warum? Damit die Oberfläche der Suppe den feinen Holzrauch direkt aufnehmen kann. Nach etwa einer Stunde haben wir aber gemerkt, dass die Suppe eher nur am Rand des Gusstopfes simmert. Also haben wir unseren Plan kurz angepasst: Wir haben die Kartoffelwürfel hinzugefügt, noch etwas Wasser nachgegossen und dann den schweren Gussdeckel aufgelegt. So staut sich die Hitze im Topf viel besser und alles wird gleichmäßig gar. Der Rauch, den die Suppe in der ersten Stunde aufgenommen hat, reicht völlig aus, um dieses markante Aroma zu erzeugen, ohne dass es am Ende zu aufdringlich wird.

Nach insgesamt etwa zwei bis zweieinhalb Stunden war es dann so weit. Die Erbsen waren weich, die Kartoffeln perfekt und die Konsistenz war genau so, wie wir sie wollten: dickflüssig, fast schon wie ein Brei. Kurz vor Schluss haben wir dann noch die Bockwürstchen in Scheiben geschnitten und in der Suppe ziehen lassen. Ein kurzer Geschmackstest ergab: Ein bisschen Salz musste noch dran, aber der Grundgeschmack war einfach bombastisch. Der feine Rauch vom Pelletgrill harmonierte perfekt mit der Rustikalität der Erbsen und der Würze des Specks. Das ist genau das Essen, das man braucht, wenn man nach getaner Gartenarbeit oder einem Spaziergang im Schnee wieder reinkommt.

Fazit

Die rauchige Erbsensuppe vom Pelletgrill ist ein absoluter Volltreffer für die kalte Jahreszeit. Sie ist preiswert, macht einen ganzen Haufen Leute satt und schmeckt durch das Raucharoma einfach viel spannender als die Standard-Variante vom Herd. Auch wenn wir zwischendurch den Deckel draufpacken mussten, um die nötige Hitze zu halten, hat das Ergebnis voll überzeugt. Es ist ein ehrliches, kräftiges Gericht, das zeigt, dass ein Smoker nicht nur für Longjobs wie Pulled Pork oder Spareribs da ist. Probiert es unbedingt mal aus – eure Gäste werden es lieben!

👉 Schöne Grüße und immer schön reinballern. Stephi & David.

Rauchige Erbsensuppe vom Pelletgrill – Der ultimative Winter-Eintopf

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Portionen: 6 Arbeitszeit: Grillzeit: Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

  • 500 g ungeschälte grüne Erbsen

  • 1 Handvoll geschälte grüne Erbsen

  • 300 g Bauchspeck (geräuchert)

  • 1 Bund Suppengemüse (Karotten, Lauch, Sellerie, Petersilie)

  • 5 mittelgroße Kartoffeln (mehligkochend)

  • 1 Packung Bockwürstchen

  • 2-3 Liter Wasser (nach Bedarf)

  • Salz

  • Weißer Pfeffer

  • Majoran (getrocknet)

Anleitung

  • Den Bauchspeck in Würfel schneiden. Das Suppengemüse putzen und ebenfalls in kleine Würfel oder Ringe schneiden. Die Kartoffeln schälen und würfeln (diese separat beiseitelegen).

  • Einen gusseisernen Topf auf dem Seitenkochfeld erhitzen und den Speck darin auslassen.

  • Das gewürfelte Suppengemüse (außer der Petersilie) zum Speck geben und kurz mit anschwitzen.

  • Mit Wasser aufgießen und die ungeschälten sowie die geschälten Erbsen hinzufügen. Mit weißem Pfeffer und reichlich Majoran würzen. (Salz erst vorsichtig dosieren, da der Speck bereits salzig ist).

  • Den Pelletgrill auf 140 °C bis 150 °C vorheizen. Den Topf ohne Deckel für etwa 60 Minuten in den Grill stellen, damit die Suppe das Raucharoma annehmen kann.

  • Nach einer Stunde die Kartoffelwürfel hinzufügen, bei Bedarf etwas Wasser nachgießen und den Deckel auf den Topf legen.

  • Die Suppe für weitere 60 bis 90 Minuten köcheln lassen, bis die Erbsen die gewünschte Sämigkeit erreicht haben.

  • Kurz vor dem Servieren die Bockwürstchen in Scheiben schneiden, zur Suppe geben und kurz darin heiß werden lassen. Mit Salz und Pfeffer final abschmecken.

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